Über die Situation der Christen in Indien referierte vor den Schülern und Schülerinnen des Religionskurses der Q2 Pfarrer Saganathan Savarimuthu von der Gemeinde St. Christophorus. Anhand zahlreicher Folien führte er zunächst in die religiöse Vielfalt des gesamten Subkontinents ein, bevor er auf die spezifische Situation der Christen zu sprechen kam. Obwohl die indische Verfassung eigentlich Relgionsfreiheit garantiert, werden Christen vor allem im Norden des Landes von fanatischen Hindus verfolgt und Kirchen zerstört. Die christlichen Glaubensgemeinschaften fallen in Indien durch ihre vielen caritativen Aktivitäten besonders auf und genießen deswegen auch in vielen Teilen der Bevölkerung ein hohes Ansehen. Mit ihrer Idee von der Gleichheit aller Menschen ist das Christentum besonders attraktiv für die Angehörigen der unteren Kasten, weshalb viele Dallits (Unberührbare ) bzw. Angehörige der unteren Kasten zum Christentum konvertieren. Dies ist allerdings der indischen Regierung ein Dorn im Auge, die deswegen auch ein Antikonversionsgesetz erlassen hat. Die Schüler erfuhren in dem Vortrag viel Neues und zeigten sich einerseits geschockt darüber, unter welchen Drangsalen die Christen vor allem im Norden Indiens zu leiden haben, gleichzeitig waren sie beeindruckt von der typisch indischen Ausprägung des Christentums ind der Lebendigkeit, mit der der Glaube der Christen in Pfarrer Sagas Heimat in der Provinz Tamil Nadu, im Süden von Indien, gelebt wird, wo es zum Glück keine Christenverfolgungen gibt.