Trotz Pandemie hat sich am vergangenen Mittwoch Frau Dr. Yvonne Koch, Überlebende des Konzentrationslagers Bergen-Belsen, zum siebten Mal auf den Weg zum AFG gemacht, um von ihren Erlebnissen dort zu berichten.
„Ich kann erzählen, was Anne Frank nicht mehr erzählen kann“, so erklärt sie. Die Jahrgangsstufe 10 des Anne-Frank-Gymnasiums wird am 2. und 3. November ihre Stufenfahrt nach Bergen-Belsen unternehmen, um dort den Schauplatz selbst zu besichtigen. Dr. Koch, die als Kind von elf Jahren aus der Slowakei deportiert wurde und die letzten Tage des KZ massenhaftes Leiden und Sterben erlebte, konnte die Schülerinnen und Schüler durch ihren Augenzeugenbericht auf das vorbereiten, was sie auf der Exkursion erfaren würden. Die Namenspatronin des Anne-Frank-Gymnasiums wurde 1944 aus den Niederlanden verschleppt und verstarb als eines von tausenden Opfern wahrscheinlich an Unterernährung und Krankheiten, die in dem völlig überfüllten KZ grassierten. Neben dem Bericht solcher Ereignisse ist Dr. Kochs Anliegen aber vor allem eine Botschaft der Menschlichkeit: Sie ist seit langem glücklich mit einem Deutschen verheiratet, verspürt keinen Groll und ruft zu Versöhnung auf.