Am AFG werden im bilingualen Unterricht Fachinhalte auf Englisch vermittelt, aber die Schülerinnen und Schüler sollen ebenso lernen, die Inhalte auf Deutsch zu formulieren. Mit welcher Methode dies im Fach Biologie gut gelingen kann, erforscht die Lehramtsstudentin Anne Sorges von der Bergischen Universität Wuppertal im Rahmen ihrer Masterarbeit. Für den empirischen Teil ihrer Arbeit absolvierte sie bis Anfang April ein 10-wöchiges Praktikum am AFG, bei dem sie die Methode „Twisted Dictations“ in den bilingualen Biologiekursen der Jahrgänge 8 und 10 erprobte.

Für die Fachlehrerinnen Kerstin Kolberg und Heike Hengelbrock war diese Methode bislang Neuland; umso gespannter sind sie, zu welchen Ergebnissen Anne Sorges bei der Auswertung der Schülerantworten kommen wird. „Für uns war die Zusammenarbeit mit Anne Sorges spannend und inspirierend, nicht zuletzt deswegen, weil wir dadurch die Gelegenheit hatten, in Gesprächen mit ihr unser eigenes methodisches Handeln zu reflektieren.“ Für die Schülerinnen und Schüler der beteiligten Bio-bili-Kurse war es zunächst ungewohnt, selbst Gegenstand universitärer Forschung zu sein, aber auch sie haben davon profitiert, sich intensiv mit den Unterschieden in der Fachsprache auseinanderzusetzen, wenn es darum ging, die englischen Sätze, die Frau Sorges diktierte, in Kategorien einzuteilen und auf Deutsch aufzuschreiben.

Wenn es nach den beiden Fachlehrerinnen Frau Kolberg und Frau Hengelbrock geht, wird dies hoffentlich nicht die letzte Kooperation mit der Bergischen Universität Wuppertal gewesen sein, zumal das AFG durch die Promotion des Chemie- und Englischkollegen Rainer Brunnert ohnehin einen direkten Kontakt zur BUW pflegt.