Unter „Macht Mathe“ werden zwei mathematische Wettbewerbe angeboten, die vor allem in den Niederlanden sehr populär sind: A-lympiade und B-Tag sind jährliche Mathematikwettbewerbe für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 10 bis 13. Das Besondere an diesem Wettbewerb: Die Aufgaben sind offen gestellt und im Team zu bearbeiten.
10 Schülerinnen und Schüler der Jgst. Q1 nahmen in diesem Jahr teil und setzten sich über eine Dauer von 7 Zeitstunden intensiv mit zwei mathematischen Problemen auseinandergesetzt. Nach Sichtung der Aufgaben teilten sich die Lernenden selbstständig in zwei Gruppen ein und nahmen innerhalb dieser Gruppen eine sinnvolle Aufgabenverteilung vor. Die Teilergebnisse zu den arbeitsteilig angestellten Voruntersuchungen stellten sie sich selbstständig gegenseitig vor, um dann gemeinsam mit einer Abschlussaufgabe zu beginnen. Allein für diese musste ausreichend Zeit (ca. 3 Stunden) eingeplant werden, da alle Ausarbeitungen als ein Gesamtdokument in digitaler Form abzugeben waren.

Kennt man mögliche Verbindungen, Abstände und Reisezeiten, so können sich zwei Personen recht einfach auf einen optimalen Treffpunkt einigen. Wenn aber mehr als zwei Personen aus verschiedenen Wohnorten ins Spiel kommen, wird es komplizierter... „The middle of somewhere“ (A-lympiade) veranlasste die Schülerinnen und Schüler mit Google Maps, OpenStreetView, Fahrplanauskünften o.Ä. zu recherchieren und mithilfe der Mathematik einen „optimalen Treffpunkt“ für Personen aus unterschiedlichen Ländern zu ermitteln.
Bei „Verbinde und herrsche“ (B-Tag) setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit einem Spiel auseinander, bei dem zwei Spieler abwechseln eine Zeichnung ergänzen. Nachdem das Spiel einige Male selbst erprobt wurde, untersuchten die Wettbewerbsteilnehmer die Regelmäßigkeiten des Spiels, erstellten eine Formel für die Anzahl der Spielzüge und entwickelten das Spiel schließlich weiter, indem es auf einer gekrümmten Fläche gespielt und erforscht wurde.

Beurteilt werden die Dokumente von Lehrerinnen und Lehrern anderer Schulen, wobei neben dem kreativen, sinnvollen, richtigen und geschickten Einsatz der Mathematik auch die Gestaltung der Arbeit (Form, Struktur, Sprache, Einsatz von Diagrammen, Tabellen, Zeichnungen etc.) bewertet werden. Der Wettbewerb wird vom Utrechter Freudenthal-Institut ausgerichtet und soll zu Problemlösen, kritischer Bewertung mathematischer Modelle, Modellieren, Argumentieren und Teamarbeit motivieren. Unabhängig vom Ausgang der noch ausstehenden Bewertung war die Teilnahme an diesem Wettbewerb ein voller Erfolg! Die große Selbstständigkeit, außerordentliche Teamfähigkeit und das starke Durchhaltevermögen der Schülerinnen und Schüler waren beeindruckend!