Der Wettbewerb „Informatik-Biber“ ist am Anne-Frank-Gymnasium auch in diesem Jahr wieder kräftig gewachsen. Insgesamt nahmen 469 Schülerinnen und Schüler (346 im Vorjahr) daran teil und waren dabei nicht nur in den absoluten Zahlen sondern auch in Relation zum Vorjahr erfolgreicher: 161 (116) erhielten eine Anerkennung, 98 (91) einen 3. Rang, 11 (6) einen 2. Preis und 11 (1) einen 1. Preis.
Im November hatten sich die Schülerinnen und Schüler je nach Jahrgangsstufe 35 bis 40 Minuten Zeit genommen, um online an kniffeligen Logikaufgaben aus dem Bereich der Informatik zu arbeiten. „Wer dabei an trockene Aufgaben mit Nullen und Einsen oder kryptischem Code denkt, erlebt eine Überraschung“, schildert Maik Bäumer, Informatiklehrer am AFG die Aufgaben. Denn beim Informatik-Biber ist die Problemstellung in nette Aufgaben verpackt, wie z.B. die möglichst variantenreiche Zusammenstellung von Fruchtspießen. „Nur, wer die Aufgabenstellung genau versteht und sich tief in die Materie hinein versetzen kann, wird ein erfolgreicher Problemlöser. So lernt man ganz spielerisch, die strikt logische Vorgehensweise der heutigen Computertechnik nachzuvollziehen“, so Bäumer. Altersangemessen werden die Aufgaben für die höheren Jahrgangsstufen dabei zwar komplexer, bleiben aber genauso nett verpackt. Oft spielt dabei auch das namensgebende Maskottchen des Wettbewerbs eine Rolle: So hat der Informatik-Biber mit seinen Artgenossen oft ganz trickreiche Laufstrategien in seinem Biber-Bau oder schickt Geschenke auf schwimmenden Holzstücken über ein verzweigtes Flusssystem. Ihm muss nun von den Wettbewerbsteilnehmern dabei geholfen werden, die richtigen Anfangsbedingungen für sein Handeln zu finden, damit er erfolgreich ist.
„Dem Biber hilft man einfach gerne. Informatik darf kein reiner Programmierkurs sein sondern muss den Sinn, die Struktur und auch die Verantwortung der Informatik in unserer Gesellschaft deutlich machen. Das klappt aber nur, wenn Informatik wie beim Biber-Wettbewerb auch gleichzeitig Spaß macht“, beschreibt Bäumer sein Fach. „Unser seit Jahren etablierter MINT-Zweig entdeckt und fördert auch die Informatik-Talente besonders. Über den Informatik-Biber versuchen wir aber wirklich alle Schüler zu erreichen. Bald werden wir auch das Pflichtfach Informatik in die Stundentafel der Klasse 6 aufnehmen und ab dem kommenden Jahr in der Oberstufe das Fach Informatik anbieten. Informatikbegabte Schüler gibt es bei uns ja offenbar sehr viele.“
Neben dem Unterrichtsfach soll es auch auf der Wettbewerbsebene weitergehen. In diesen Tagen startet der „Jugendwettbewerb Informatik“ mit vielen Teilnehmern des AFG. Er wird - ebenfalls online - in drei Runden ausgetragen und mündet in den Bundeswettbewerb Informatik, der sich eher an Oberstufenschüler richtet.
Einige der jungen Talente werden sich bis dahin noch mit so mancher Biber-Teilnahme und den dabei eventuell gewonnen Preisen wie Taschenlampen, USB-Sticks oder Handy-Haltern (die beiden letzteren biber-typisch in Holzausführung) den Spaß an der Informatik erhalten. Die Erfolgreichen mit „1. Preis“ sind in der aktuellen Runde: 
Silas Boetcher, Nico Hentschel, Tobias Hetmann, Denisa-Lorena Ioachim, Emma Krampe-Steden, Linus Müller, Julian Noeckens (alle Klasse 6), Max Sonntag (Klasse 7), Juri Krumrey, Anton Mors und Max Timmel (jeweils Klasse 8).