Unmittelbar vor dem Rückflug nach good old Germany wollen wir einen letzten Gruß vom International Airport in Atlanta nach Werne senden und kurz über das hinter uns liegende Thanksgiving Wochenende berichten. Am Mittwoch begaben sich bereits viele Schüler mit ihren Gastfamilien auf die Fahrt zu Verwandten und Freunden auch außerhalb von Kentucky. So verschlug es z. B. Frau Armbrust nach North Carolina, was immerhin eine siebenstündige Autofahrt erforderlich machte, während Frau Berendes sich lediglich ins benachbarte Glasgow und in das verschlafene Eighty Eight begab. Am Donnerstag Vormittag durften wir jeweils befindet Zubereitung der im Schnitt 9 kg schweren Truthähne und diverser anderer Speisen, z.B. Pumpkin Pie, Süßkartoffeln, Mashed Potatoes und Cranberry Sauce assistieren. Anders als uns in amerikanischen Familienfilmen der 60er Jahre vorgeführt wird, kommt nicht etwa der Truthahn als Ganzes Vögelchen auf den Tisch, sondern wird vorher in mundgerechte Häppchen tranchiert, so dass der auch beim Essen praktisch orientierte Amerikaner nur noch zur Gabel greifen muss. Im Vergleich zu den sonst von den Schülern häufig frequentierten Fast Food Einrichtungen waren die Thanksgiving Speisen zweifelsohne ein kulinarisches Highlight. Die Anzahl der an diesem Tag verzehrten Kalorien zu berechnen gelang selbst den mathematisch Begabten unter uns nicht. Erschwerend kommt hinzu, dass am Freitag beim traditionellen Thanksgiving Resteessen bei zum Teil anderen Verwandten noch einmal annähernd dieselbe Kalorienanzahl verzehrt wurde. Ansonsten wurde das Thanksgiving Wochenende entsprechend der jeweiligen Familientradition gestaltet, d.h. mit Gesellschaftsspielen, Hausmusik, Tontaubenschießen oder auch mit dem Aufstellen der Weihnachtsbäume in den Häusern. Hier erwies sich der Geschmack hin und wieder als recht individuell. (Bild folgt in separater Mail).

Am Sonntag hieß es dann aber Koffer packen, was in den meisten Fällen eine logistische Herausforderung war, denn viele Gasteltern hatten es sich nicht nehmen lassen, ihren Gastkindern diverse Abschiedsgeschenke mit auf den Heimweg zu geben. Der tränenreiche Abschied heute Morgen galt nicht allein den Gastfamilien, den Schulen und Bowling Green, sondern ganz sicher auch dem Wetter. Wir verlassen das Land bei derzeit 19 Grad und Sonne, um ins nasskalte Werne zurückzukehren ... Brrrrrrrr ....