Das 10er-Team mit Ersatzmann:
v.l.n.r.: Paul Sonntag, Moritz Bußkamp, Liv Thiesen, Matthias Peters, Timo Grohnert, Lennart Ogrzal, Sören Kammann, Kim Klüppel, Mia Gundlach, Julian Effenberger, Melanie Overhage

Das Robotik-Team „AuF Geht’s“ des Anne-Frank-Gymnasiums erlebte am Samstag aufregende Stunden beim FIRST LEGO League (FLL) Regionalwettbewerb in Rheine. Zum Oberthema „Hydro Dynamics“ mussten sich die 10 jungen Robotiker/innen der Jahrgangsstufen 6 und 7 abwechselnd in je 3 Jury-Bewertungen und Robot-Game-Durchgängen behaupten.

Zunächst durften sie ihre Lösung des Forschungsauftrages präsentieren: Zur gerechteren Verteilung der Frischwasserversorgung auf unserem Planeten hatte sich das Team ein System überlegt, das den Wasserverbrauch eines Jeden möglichst genau erfasst. So sollten Wasserhähne, WC-Spülungen und Duscharmaturen die soeben genutzte Wassermenge an das nächstgelegene Smartphone oder Fitness-Armband senden und dem Interessierten anzeigen, wie viel Wasser am Tag auf das eigene „Konto“ geht. Ähnlich wie bei Schrittzählern könnte man dann den Tagesverbrauch mit selbst gesteckten Zielen vergleichen oder z.B. mit dem Wasserverbrauch einer Familie in Kenia. Zur gerechteren Wasserverteilung ließe sich das System so erweitern, dass beim Überschreiten bestimmter Marken automatisch Kleinspenden an Hilfsorganisationen flössen, die Wasserprojekte in Ländern mit schlechter Wasserversorgung fördern.
Die Idee begeisterte nicht nur die angeschriebenen Experten von „Brot-für-die-Welt“, sondern auch die FLL-Jury, wo man im direkten Vergleich mit den anderen Teams einen 2. Platz erreichte.

Bei der anschließenden ersten Robot-Game- Runde wollte der selbst gebaute Lego-Roboter allerdings - anders als auf den Übungs-Spielfeldern - keine der Aufgaben lösen und das Team landete zunächst in dieser Kategorie auf dem letzten Platz. Die Hoffnung, dass sich dies in der zweiten Robot-Game- Runde ändern könnte, nachdem man viele Nachjustierungen vorgenommen hatte, wurde allerdings enttäuscht: wieder 0 Punkte.

Erst im dritten Vorrundenlauf löste der Roboter dann endlich einige der Aufgaben auf dem Spielfeld und zur großen Freude des Teams reichte die Punktzahl für den Halbfinaleinzug. Die weitere Verfeinerung der Programmierung vor Ort führte dann sogar zum Einzug ins Finale, in dem man sich dem späteren Gesamtsieger „Mindstormers_1“ aus Lippstadt geschlagen geben musste. Das Team des AFG wurde für den nicht verbissenen sondern freundlich geprägten Durchhaltewillen mit dem Sonderpreis der Jury ausgezeichnet.

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