Bild: Prokuristin Birthe Dobslaff und Schulleiter Marcel Damberg unterzeichnen den Kooperationsvertrag.
Dahinter von links nach rechts: Thorsten Kluger, Silke Dobslaff, Maik Bäumer, Melanie Schmitz, Marius Gregg.

Am Dienstag (27.11.) vergangener Woche wurde eine fünfköpfige Delegation des Anne-Frank-Gymnasiums in dem großzügigen und offenen Gebäude der Firma Thermo Sensor empfangen, das seit Januar der neue Firmensitz im Wahrbrink ist. Schon in den Herbstferien hatte man sich in kleinerem Kreis getroffen, um die Möglichkeiten einer Kooperation auszuloten. Schnell war man sich einig, dass beide künftigen Partner voneinander profitieren können: Das AFG war an die Firma Thermo Sensor heran getreten, um das schuleigene MINT-Profil (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu stärken. Schulleiter Marcel Damberg hatte zur Unterzeichnung des Kooperationsvertrages auch Marius Gregg mitgebracht, der als Lehrer am AFG für die Studien- und Berufsorientierung der Schüler zuständig ist. Birthe Dobslaff, Prokuristin bei Thermo Sensor, zeigte sich begeistert: „Wir bieten auch duale Studiengänge an“, nannte sie eine von vielen Möglichkeiten der Verzahnung mit der Firma. Eine andere Chance sehen die Kooperationspartner in Praktika, die einerseits dem/der Praktikanten/in einen tiefen Einblick in die Berufswelt geben, andererseits „ergibt sich durch frische Herangehensweise eines Praktikanten an eine Aufgabenstellung auch immer ein neuer Einblick für uns“, so Dobslaff.
Ähnlich verhält es sich mit den sogenannten Facharbeiten, die die Gymnasiasten in der 11. Jahrgangsstufe schreiben. Für den Physik-Leistungskurs ergaben sich sofort zwei Themen mit Anknüpfungspunkten zur Temperaturmesstechnik, wie sie bei Thermo Sensor entwickelt, konfektioniert und kalibriert wird. „Labor-Nachmittage bei einem Unternehmen wie diesem werten die Facharbeit natürlich enorm auf und zeigen den Schülern, dass man mit genügend Engagement schnell mitten in der Forschung und Entwicklung landen kann“, schildert die betreuende Physiklehrerin Melanie Schmitz einen möglichen Gewinn für das städtische Gymnasium. Andere Anknüpfungspunkte sehen beide Seiten auch bei der Robotik und Informatik, die am AFG bald auch in der Oberstufe fortgeführt werden soll. „Die Planungen sind in vollem Gange, so dass wir im Schuljahr 2020/21 starten können.“, berichtet Informatiklehrer Maik Bäumer.
Sowohl Schulleiter Marcel Damberg als auch sein Stellvertreter Thorsten Kluger sind sich sicher, dass durch eine derartige Kooperation, wie sie auch vor kurzem mit der Hochschule Hamm-Lippstadt geschlossen wurde, das mathematisch-naturwissenschaftliche-technische Profil am AFG für die Schülerinnen und Schüler attraktiver und die Schule noch offener wird. „Dabei dürfen wir nicht unerwähnt lassen, dass wir schon ein hervorragendes Sprachen-Profil haben, das mit seinen Schüleraustauschen in den vergangenen Wochen unser Motto >>Wir verbinden Welten<< in die USA und nach Frankreich getragen hat.“, so Damberg. Kluger ergänzt: „Sprachkenntnisse und der Blick in die Welt sind für ein Unternehmen wie Thermo Sensor sicherlich auch nicht von Nachteil. Das zeigt, wie vernetzt auch all’ diese Bereiche sind.“