Schulleiter Marcel Damberg (rechts) und Englischlehrerin Sarah Biehl (links) nahmen vergangene Woche die Gastreferendare von der WKU Jessie Hilyar, Georgia McMaster, Whitney Disney und Watson Claudill (von links) am AFG in Empfang.

„Welcome to Werne and welcome to AFG“, hieß es Anfang vergangener Woche für vier neue Gastreferendare der Western Kentucky University (WKU). Schulleiter Marcel Damberg begrüßte die angehenden Highschool- und Grundschullehrer am Montagmorgen zu ihrem vierwöchigen Praktikum am städtischen Gymnasium.

Die Partnerschaft des AFG mit der amerikanischen Universität besteht nun schon seit sechs Jahren. Während ihres Aufenthalts in Bowling Green im Rahmen des Schüleraustausches unter den weiterführenden Schulen knüpfte Heike Armbrust 2012 die ersten Kontakte und entwickelte in Zusammenarbeit mit Dr. Laura McGee von der WKU rasch ein umfassendes Programm, das die „student teachers“ auf ihren Aufenthalt in Deutschland vorbereitet und sie während der Zeit am AFG begleitet.

Die angehenden Lehrkräfte arbeiten in der Schule vorrangig im Englischunterricht in allen Jahrgangsstufen mit, wobei sie Aktivitäten für einzelne Schüler, kleine Gruppen oder auch die gesamte Lerngruppe vorbereiten und durchführen. Die Begegnung und der Austausch mit Muttersprachlern hat sich so als feste Größe im Englischunterricht am AFG etabliert und bietet den teilnehmenden Schülern interessante und wertvolle Lerngelegenheiten. So müssen sich die Gäste oft einer Reihe von Fragen stellen, die von „What’s your favorite color?“ in Klasse 5 zu „What do you think is typically American?“ in den höheren Jahrgängen reichen.

Mit jüngeren Schülern ist von den diesjährigen Gastreferendaren insbesondere der angehende Grundschullehrer Watson Claudill vertraut. Für ihn hat Heike Armbrusts Programm noch etwas Besonderes zu bieten: Einen Teil seines Praktikums wird der Referendar an der Wiehagenschule absolvieren und dort den hiesigen Grundschulalltag kennen lernen. Und er ist nicht der Erste: „Mit dem Einsatz der student teachers an Grundschulen haben wir schon jahrelange Erfahrung. Natürlich ist dort die Sprachbarriere besonders hoch, aber trotzdem finden die Referendare immer einen Weg, mit den Kindern zu kommunizieren.“ Claudill hat hier sogar ein Ass im Ärmel, er spricht Deutsch, allerdings nur „ein bisschen“.

Die Partnerschaft zwischen dem AFG und den Bildungseinrichtungen in Bowling Green wird in diesem Schuljahr sogar noch um einen weiteren Bereich erweitert. Erstmals haben Referendare des AFG die Möglichkeit, zum Ende ihrer Ausbildung ein Praktikum an einer der dortigen High Schools zu absolvieren, getreu dem Schulmotto „AFG – Wir verbinden Welten."