Im Rahmen der Studien- und Berufsvorbereitung war am Montag die gesamte Jahrgangsstufe 8 des Anne-Frank-Gymnasiums einen Tag im Praktikum. Nachdem die Schülerinnen und Schüler zu Beginn des Jahres in der Potenzialanalyse einiges über ihre Stärken erfahren haben, war es jetzt an der Zeit einen möglicherweise passenden Beruf praktisch auszuprobieren.
Ölige Finger hatte Jan Weber aus der 8a, als er im Autohaus Brümmer & Henkelmann GmbH bei der Inspektion eines Autos helfen durfte. „Ich schraube auch privat gerne“, war sein Kommentar.

In der Verwaltung des gleichen Autohauses war Marco Drüken aus der 8c untergekommen. Er bestätigte: „Ich habe schon einige interessante Dinge gelernt.“
Ebenfalls verwaltend tätig war Sarah-Sophia Jahns aus der 8c. Sie war in der Lippe Apotheke. Hier war es eine Ihrer Aufgaben eingehende Artikel einzusortieren. „Man bekommt einen guten Eindruck davon, wie der Arbeitsalltag in der Apotheke aussieht“, resümierte sie.

Ganz praktisch war die Arbeit von Tess Grönewäller aus

der 8b. Sie war für ein Praktikum in der Kieferorthopädie bei Dr. Jan-Hendrik Tappe. Hier rührte sie selbst Gips an, um daraus, mit Hilfe von zuvor genommenen Abdrücken, ein Zahnmodell anzufertigen. „Das kenne ich selbst, da auch für meine Zahnspange Abdrücke genommen wurden. Wie das fertige Modell daraus entsteht ist spannend zu sehen“, erklärte sie freudig.

Gleich mehrere Praktikanten waren an der neu gebauten Wiehagenschule. Mike Krzykowski (8a) hospitierte in der zweiten Klasse, während Max Roland Timmel (8a) bei „den Großen“ in der Jahrgangsstufe 4 helfen durfte. Einen etwas anderen Einblick in das System Schule bekam Maximilian Niewiem aus der 8a. Er machte sein Praktikum bei Michael Raeker, der als Schulsozialarbeiter an der Schule tätig ist. „Über eine Partie `Mensch ärger dich nicht´ haben wir das Verhalten eines Schülers reflektiert. Das war sehr spannend zu sehen.“ In der Pause hatten dann alle Praktikanten gemeinsam Zeit für eine Partie „Mensch ärger dich nicht.“
„Wir freuen uns den Schülerinnen und Schülern diese Form der Berufsfelderkundung anbieten zu können und ich möchte mich herzlich bei allen Firmen und Institutionen bedanken, dass sie das den Schülerinnen und Schülern ermöglichen. Es sind mehrere Tagespraktika in der Jahrgangsstufe 8 und 9 geplant, so dass alle in verschiedenste Bereiche `schnuppern´ und für sich selbst entscheiden können, ob ihnen das jeweilige Berufsfeld liegt.“ So fasst Marius Gregg, Studien- und Berufswahlkoordinator am Anne-Frank-Gymnasium den Tag zusammen. Er organisiert die Praktikumstage und bestätigt, dass die Praktikantinnen und Praktikanten nicht nur in Werne und Umgebung aktiv waren, sondern manchmal auch deutlich weiter gefahren sind. Paul Sonntag aus der 8a war als Physiklaborant bei der Firma Elmos Semiconductor AG in Dortmund, während Lilja Maj Thenior als freie Bildhauerin in der Galerie Wittkamp in Lüdinghausen hospitierte.