Wie bereits bekannt, hat die Klasse 9a in den ersten 14 Tagen des Lockdowns im Rahmen des Deutschunterrichts Tagebuch geführt. Aus diesen Tagebüchern hat der WA am 24.03 und 30.03. jeweils eine Seite mit Zitaten gebracht. Wissenschaftliche Mitarbeiter des Instituts für Umweltkommunikation (INFU), Lehrstuhl Prof. Dr. Daniel Fischer, der Leuphana Universität in Lüneburg sind bei ihren Recherchen für ein Forschungsprojekt mit dem Namen ReZeitKon (Zeit-Rebiund, Zeitwohlstand und nachhaltiger Konsum) auf diese Zeitungsartikel gestoßen und haben mit Frau Berendes Kontakt aufgenommen, da sie von den reflektierten Beiträgen der Schüler und Schülerinnen so beeindruckt waren, dass sie gerne mit ihnen Interviews führen wollten. Bei dem Projekt sollen Zusammenhänge zwischen Zeit und eigenen Konsumhandlungen aufgezeigt werden. Aufgrund der Schulschließungen sahen und sehen sich nicht nur Schüler, sondern auch Familien und Lehrkräfte zahlreichen Herausforderungen gegenüber, nicht zuletzt hinsichtlich ihres Umgangs mit der Zeit. In den drei 1,5 stündigen Interviews mit der 9a, die in dieser Woche am Dienstag (19.5.) und am Freitag (22.5.) mit jeweils 8 Schülern geführt werden, möchten die wissenschaftlichen Mitarbeiter der Studie Pascal Frank und Claire Grauer nach eigenen Angaben mehr darüber erfahren, „wie die Schülerinnen und Schüler die neue Zeitsituation empfinden, welche Strategien sie im Umgang damit entwickeln und wie sich dies auf ihre Konsumhandlungen auswirkt. Die Teilnahme an den Interviews trägt dazu bei, ein besseres Verständnis des Zusammenhangs von Zeit und Nachhaltigkeit im Bereich Schule zu erlangen. Wir
erhoffen uns, damit einen wichtigen Beitrag dazu leisten zu können, Schülerinnen und Schüler angesichts der vielfältigen Angebote in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft zu einer reflektierten, bewussteren und selbstbestimmten Zeitgestaltung zu befähigen.“
Die Klasse 9a freut sich, dass sie mit ihren Tagebucheinträgen ein solches Echo hervorgerufen hat und sogar von einer Forschungsgruppe einer Universität für würdig gefunden wurde, an einem solchen Projekt mitzuwirken. Auch drei Eltern haben sich für eine Befragung zur Verfügung gestellt, mit Frau Berendes wird es am 25.5. noch ein Abschlussinterview geben. Nun sind alle schon gespannt, welche Fragen ihnen in den folgenden Tagen in den Interviews per Videokonferenz gestellt werden. So hat sich das für Einige zunächst doch sehr ungewohnte und mühsame Tagebuchschreiben doch in ungeahnter Weise bezahlt gemacht.