Die Mittelstufe nimmt zwischen der Erprobungsstufe und der gymnasialen Oberstufe eine Zwischenstellung ein: Auf der einen Seite werden die Fächer und Methoden der Erprobungsstufe fortgesetzt, auf der anderen kommen neue fachliche Angebote hinzu und die methodische Arbeit bereitet die Vorgehensweise der Sekundarstufe II vor. Am Ende der 9. Klasse erreichen die Schülerinnen und Schüler mit der Versetzung in die Klasse 10 (Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe, EF) die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe. Der mittlere Bildungsabschluss wird allerdings erst mit der Versetzung in das 11. Schuljahr (erstes Jahr der Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe, Q1) ausgesprochen.

Das Anne-Frank-Gymnasium Werne bietet seinen Schülerinnen und Schülern folgendes Bildungsangebot innerhalb seiner Profile:

  • Ab der Klasse 7 werden im bilingualen Zweig Sachfächer und hier zunächst das Fach Erdkunde in englischer Sprache unterrichtet. In der Klasse 8 ist Biologie das bilinguale Sachfach und in der Klasse 9 sind es die Fächer Erdkunde und Biologie. Der Wochenstundenumfang ist in den bilingualen Sachfächern mit 3 Stunden um eine Stunde gegenüber dem in den nicht-bilingualen Sachfächern erhöht. Für die Leistungsbewertung gilt in den bilingualen Sachfächern: Sachliche Richtigkeit geht vor sprachlicher Richtigkeit.
  • Zu Beginn der Klassse 8 wählen die Schülerinnen und Schüler im Wahlpflichtbereich II aus dem Fächerangebot der Schule für zwei Schuljahre ein weiteres Fach dazu. Die Schule bietet folgende Wahlmöglichkeiten an:
    Aufgabenfeld Angebotene Fächer
    sprachlich Französisch
    Latein
    mathematisch-naturwissenschaftlich Informatik
    Biologie / Chemie
    gesellschaftswissenschaftlich - sportlich Gesellschaft – Sport - Gesundheit

    Der Unterricht erfolgt im Kurssystem. Das bedeutet, dass die Kurse klassenübergreifend aus den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangstufe zusammengesetzt sind, die dieses Fachangebot gewählt haben. Pro Woche finden drei Unterrichtsstunden statt (Ausnahme: in den Sprachen sind es vier Wochenstunden.) Im Unterricht der jeweiligen Kurse haben die Lernenden die Möglichkeit, sich intensiver mit bestimmten Fachrichtungen auseinanderzusetzen als es im regulären Fachunterricht erfolgen kann. Pro Schulhalbjahr werden in der Regel zwei schriftliche Klassenarbeiten geschrieben.
    Durch die individuelle Wahl eines fachlichen Angebots haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich entsprechend ihrer Neigungen zu profilieren und ihre Fähigkeiten im Hinblick auf die gymnasiale Oberstufe zu erproben. Die Wahl eines bestimmten Kursangebots ist für zwei Schuljahre verbindlich, bedeutet aber keine Verpflichtung, das Fach in der gymnasialen Oberstufe fortzusetzen.
  • In der Klasse 9 beginnt die Berufswahlvorbereitung der Schülerinnen und Schüler des Anne-Frank-Gymnasiums, indem sie am Werner Berufszirkel teilnehmen. Verbindlich ist die Teilnahme der neunten Klassen am Girl's and Boy's Day. Mädchen lernen an diesem Tag klassische Männerberufe kennen, Jungen erkunden typische Frauen- bzw. soziale Berufe.
  • Das Anne-Frank-Gymnasium fördert die sozialen Kompetenzen und die Persönlichkeitsbildung seiner Schülerinnen und Schüler durch vielfältige Angebote im sportlichen und musikalischen sowie im Theaterbereich.
    Auch das Fahrtenkonzept kommt den jungen Menschen in dieser Hinsicht entgegen. In der Jahrgangstufe 8 findet eine Klassenfahrt mit ausgesprochen erlebnisorientiertem Programm statt. Dies kann eine Skifahrt sein. Wenn sich die Jahrgangstufe gegen eine Skifahrt entscheidet, wird für Interessenten aus der Jahrgangstufe eine Ski-AG eingerichtet, innerhalb derer eine einwöchige Fahrt in ein Skigebiet stattfindet.
  • Schülerinnen und Schüler der Klasse 8, die das Fach Französisch entweder in der Klasse 6 oder im Wahlpflichtbereich II gewählt haben, können an einem Schüleraustausch in die französische Partnerstadt Wernes Bailleul teilnehmen. Bei dieser Gelegenheit können erworbene Sprachkenntnisse erprobt und erweitert werden. In der Klasse 9 wird den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geboten an einem Schüleraustausch in die polnische Partnerstadt Walcz teilzunehmen. Bei beiden Austauschen bekommen die Jugendlichen die Gelegenheit, das alltägliche Leben in Gastfamilien sowie Schule und Unterricht des jeweiligen Gastlandes kennenzulernen.

Beide Austauschprogramme mit Schülerinnen und Schülern europäischer Länder erweitern den soziokulturellen Horizont, erweitern sprachliche Fähigkeiten, wecken das gegenseitige Interesse an unterschiedlichen Erfahrungs- und Lebenswelten und dienen dem Abbau von Vorurteilen oder Berührungsängsten. Somit wirken die Schüleraustausche im Sinne der europäischen Integration.

Fragen zu allen Belangen der Mittelstufe beantworten Herr Kottmann und Herr Averbeck.