Der diesjährige Bundes- und Landeswettbewerb Philosophischer Essay ist nun auch offiziell beendet. Das AFG war mit der Q1-Schülerin Maya Koschmieder erstmals im Bundesentscheid vertreten. Entsprechend groß war die Spannung, mit der in der Schulgemeinschaft das Endergebnis des Wettbewerbs erwartet wurde.

In den Osterferien wurden die 25 Endrundenteilnehmer aus ganz Deutschland dann endlich von den Organisatoren per E-Mail benachrichtigt. Maya darf sich nun uneingeschränkt über ihren geteilten 6. Platz freuen. Große Anerkennung erhielt sie nicht zuletzt von Seiten der Schulleitung. So würdigte Herr Damberg ihre Leistung mit den Worten: „Ja, in so einem hochkarätigen, engen Feld ist der Olymp schwer zu erreichen. Maya mag sich aber nicht grämen, hat sie doch mit Erreichen des Bundesfinales in Coronazeiten eine absolute Spitzenleistung erbracht. Es wäre klasse, wenn sie im nächsten Jahr eine weitere Teilnahme bewerkstelligen könnte.“

 

Auch in den individuell erstellten Gutachten der Juroren, die sich bei allen teilnehmenden Schülern für ihr besonderes Engagement herzlich bedankten, kam die Auszeichnung zum Ausdruck, die die Teilnahme am Bundesentscheid für jeden Teilnehmer bedeutet. Alle auf Englisch oder Französisch verfassten Essays wurden anhand von fünf Kriterien bewertet: Relevanz, philosophisches Verständnis des Themas, argumentative Überzeugungskraft, Kohärenz, Originalität. Die Jury, die hohe und höchste Qualität in der Endrunde gewohnt ist, zollte Mayas Essay zur Frage „Should we not be wary of any conclusive or final knowledge?“ in ihrer Beurteilung Anerkennung: „Das Thema wird von Ihnen facettenreich, gedanklich differenziert und gehaltvoll entfaltet. […] Für den Leser wird das hohe Niveau Ihrer Fähigkeit zur philosophischen Reflexion erkennbar.“

Und wie hat unsere Finalteilnehmerin den Wettbewerb selbst erlebt? Trotz – oder vielleicht sogar wegen – des hohen Zeitaufwands und der investierten Mühe scheint es sich ihrer eigenen Darstellung zufolge gelohnt zu haben:

„Am Bundeswettbewerb Philosophischer Essay teilzunehmen war ein prägendes Erlebnis; während ich den ersten als auch den zweiten Essay geschrieben habe, konnte ich einiges über die Komplexität der Philosophie an sich und das Strukturieren eigener Gedanken zu einem speziellen Thema bzw. die grundsätzliche Schwierigkeit, sich innerhalb eines großen Themas präzise einem Bereich zu widmen, lernen und mich mit der Schwierigkeit, sich ohne fremde Hilfe den Grenzen der eigenen Perspektive zu nähern, befassen. Während ich die Essays geschrieben habe, habe ich gelernt, eigenständig zu hinterfragen, was ich selbst geschrieben habe. Etwas das ich, ohne dass es mir bewusst gewesen wäre, vorher nie getan habe und das gedanklich wirklich herausfordernd war, auch weil es einiges an Überwindung kostet, bereits Geschriebenes wieder zu verwerfen. So hat sich die Teilnahme am Wettbewerb für mich persönlich gelohnt und ich freue mich über den Erfolg.“

Zum Schluss möchte sich noch die gesamte Fachschaft Philosophie des Anne-Frank-Gymnasiums den lobenden Worten von Seiten der Schul- und Wettbewerbsleitung gerne anschließen. Liebe Maya, wir freuen uns über dein Interesse an unserem Fach und über deinen Erfolg! Und, liebe Schülerinnen und Schüler, wir hoffen auf eine rege Teilnahme in den folgenden Jahren! (FÖL)